neue Beitragsbemessungsgrenzen ab 01.01.2015

05. September 2014, Hamburg

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat einen Entwurf zu den vorläufigen Sozialversicherungs-Werten für 2015 veröffentlicht.

Die Verordnung werde vermutlich Mitte Oktober im Bundeskabinett beschlossen. Ihr muss auch der Bundesrat zustimmen. Wesentliche Änderungen an dem Entwurf dürfte es nicht mehr geben, da die Rechengrößen der Sozialversicherung nach einem fixen Schema bestimmt werden.

Voraussichtlich wird derReferentenentwurf in den Berechnungen ein Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter in 2013 von 1,99 Prozent in den alten Bundesländern und von 2,19 Prozent in den neuen Bundesländern unterstellt. Die gesamtdeutsche Veränderungsrate beträgt 2,03 Prozent.

Beitragsgrenze in der Rentenversicherung im Westen steigt auf 6.050 Euro

In der allgemeinen Rentenversicherung wird für die alten Bundesländer im kommenden Jahr eine Beitragsbemessungs-Grenze von 72.600 Euro im Jahr festgesetzt. Der monatliche Wert erhöht sich damit um 100 auf 6.050 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung lauten der Jahreswert auf 89.400 Euro und der Monatswert auf 7.450 Euro.

Die Beitragsbemessungs-Grenze für die neuen Länder wird doppelt so stark angehoben. Der Jahresgrenzwert steigt um 2.400 Euro auf 62.400 Euro. Der monatlich Höchstsatz beträgt dann 5.200 (Vorjahr: 5.000) Euro. In der Knappschaft lauten der Jahreswert auf 76.200 Euro und der Monatswert auf 6.350 Euro.

Das Ministerium wies darauf hin, dass ohne eine solche jährliche Anpassung die Spitzenverdiener „nach oben aus der Sozialversicherung herauswachsen“ und die Lasten bei den unteren Einkommensgruppen hängen bleiben würden.

Auch in der Krankenversicherung gelten 2015 höhere Grenzen

Die Versicherungspflicht-Grenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) soll dem Referentenentwurf zufolge wie in den beiden Vorjahren  steigen, in 2015 auf 54.900 (53.550) Euro.

Die Beitragsbemessungs-Grenze wird um 900 Euro auf jährlich 49.500 Euro angehoben. Auf Monatsbasis bedeutet dies einen Grenzwert von 4.125 (4.050) Euro. Die Verordnung soll zum 1. Januar 2015 in Kraft treten.